Versetzt man bei der Reinigung die zu entfernenden Partikel, gleich ob Umweltablagerungen oder Farbe, in einen anderen physikalischen Zustand, stößt man auf ein neues Problem. Ob dies durch Wasser- bzw. Wasserdampfeinwirkungen oder Chemikalien geschieht, es besteht die Gefahr, dass diese Partikel, nun wieder in gelöster Form, eine erneute Verbindung mit dem Untergrund eingehen. Je poröser die Untergrundbeschaffenheit, desto größer die Gefahr, dass die gelösten Partikel tiefer in das Gestein eindringen. Speziell bei Farbablösungen mit Chemikalien kommt es sehr oft zu diesem Effekt. Die Oberfläche sieht gesäubert aus, aber es bleibt ein ‚Schatten', der die ursprüngliche Aufbringung, wenn auch nur schwach, abzeichnet. Erst jetzt, bei der vermeindlichen Säuberung, ist ein irreparabler Schaden entstanden. Ein weiteres Problem ergibt sich an Stellen eines denkmalgeschützten Objekts, an denen unterschiedliche Materialien aufeinander treffen. Beispiel ist eine Laibung, in der Bundsandstein auf den Eisenrahmen der Fensterfüllung stößt, dieser zudem unmittelbar mit dem Fensterglas und der Bleieinfassung verbunden ist. Dies ist eine Situation, die man unter anderem an Bleiglasfenstern antrifft.
Die Vorgaben:
Gewünscht wird ein Reinigungsverfahren, welches die unterschiedlichen Aufgaben lösen kann, nicht abrasiv ist und somit die unterschiedlichen Untergründe nicht beeinträchtigt. Zudem sollte es den heutigen Umweltschutzkriterien gerecht werden. Eine weitere Vorgabe, wenn auch nicht unmittelbar mit der eigentlichen Arbeit verbunden, ist die ökonomische Ausrichtung. Auch bezüglich der Kosten sollte das Verfahren wettbewerbsfähig sein.
Diese Kriterien erfüllt geradezu auf ideale Weise das Trockeneisstrahlen. Das Reinigen mit Trockeneis setzt sich in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten zunehmend durch. In manchen Branchen ist es bereits ein fester Bestandteil im Instandhaltungsintervall, da damit die Maschinenstandzeiten erheblich zu reduzieren sind. In einigen Bereichen, so z.B. in Lackierereien oder Druckereien gibt es keine Alternative, die den heutigen Vorgaben gerecht wird.
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