Fragen und Antworten zur Trockeneisstrahlen Technik

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Wird das zu reinigende Objekt durch den Einsatz von CO2 abgek√ľhlt?
Ja. Jedoch ist die Abk√ľhlung aufgrund der kurzen Strahlzeit zu vernachl√§ssigen. Die Oberfl√§chentemperaturver√§nderung betr√§gt ca. 20¬įC. Dies bedeutet, dass eine 600¬įC hei√üe Oberfl√§che sich auf 580¬įC abk√ľhlt. Die Temperaturver√§nderung ist abh√§ngig von der Dauer der Bestrahlung und der Masse des bestrahlten Objektes.

Können Temperaturveränderungen eine Beschädigung am heißen Trägermaterial verursachen?
Dies hängt von der Masse des zu reinigenden Objektes ab. Große und schwere Objekte werden keinerlei Schaden erfahren, da der Temperaturabfall im Verhältnis zur Masse gering ist.

Verursacht der Reinigungsprozess Kondensation?
Auch hier sind die Masse des Objektes, die Menge an Trockeneis und die Strahldauer von entscheidender Bedeutung. Sobald das Objekt unter der Umgebungstemperatur abgek√ľhlt wird, kommt es zu Kondensation. Bei einer Bestrahlung von hei√üen Formen entsteht in der Regel keine Kondensation, da das Objekt nur selten unter die Umgebungstemperatur abk√ľhlt.
Bei 80% aller Anwendungsbereiche spielt Kondensation keine Rolle.

Wie werden die Trockeneis-Pellets (Granulat) hergestellt?
Es wird fl√ľssiges CO2 aus Druckbeh√§ltern genommen und der Umgebungstemperatur ausgesetzt, um so einen Trockeneisschnee zu produzieren. Dieser Schnee wird dann durch ein Sieb gepresst, um das Granulat zu erhalten. Es gibt verschiedene Arten, das Granulat herzustellen. Entweder wird das Trockeneis wie „Spaghetti“ gepresst und die St√§be brechen, nachdem sie das Sieb verlassen, in unregelm√§√üigen L√§ngen ab, oder sie werden durch eine mechanische Vorrichtung auf vorher festgelegte L√§ngen gebrochen.

Wie viel Luft wird benötigt, um eine effektive Reinigung sicherzustellen?
Die Ice-Tech Anlagen sind auf einen Luftdurchsatz von 3 Р8m³ ausgerichtet. Erfahrungsgemäß deckt ein Luftdurchsatz von 5m³ ca. 95% aller Anwendungsgebiete ab, die auch in den meisten Industriebetrieben bereits vorhanden ist.

Welcher Mindest- bzw.- Maximaldruck kann eingesetzt werden?
Die Ice-tech Anlagen sind auf einen Luftdruck von 1,5 Р16 bar ausgerichtet. Erfahrungsgemäß deckt ein Luftdruck von 8 bar den Großteil der Anwendungsmöglichkeiten ab.

Wie hoch wird der Verbrauch an Trockeneis sein?
Maximal 60 kg/Std.! Der Mindestverbrauch liegt bei 20 kg/Std. Erfahrungsgem√§√ü werden in 90% aller Anwendungsf√§lle rd. 30 kg/Std. verbraucht. Nachdem jeder Anwendungsfall unterschiedlich ist, ist es ratsam, sich „von unten heranzutasten“ und nicht „gleich auf volle Leistung“ zu gehen.
Dies kann nicht nur vor unangenehmen √úberraschungen sch√ľtzen, sondern stellt auch eine entsprechende Einsparung (bis zu 60%) an variablen Kosten (Eis) sicher.

Kann die Trockeneismenge pro Zeiteinheit variiert werden?
Ja. Der Anwender kann bei der Standardausf√ľhrung die Eismenge pro Zeiteinheit an der Pistole direkt stufenlos einstellen. Bandbreite betr√§gt 20 – 60 kg/Std.

Wie wird das Trockeneis gelagert?
Das Trockeneis wird von den Gaslieferanten in entsprechenden Beh√§ltern geliefert. In diesen isolierten Beh√§ltern kann das Eis bis zu 5 – 10 Tage gut gelagert werden, ohne dass die Qualit√§t des Eises leidet. Nach dieser Zeitspanne f√§ngt das Eis an zu verklumpen und der Wirkungsgrad beim Strahlen wird deutlich verschlechtert. Nach weiteren wenigen Tagen verfl√ľchtigt sich das Eis wieder in Gasform.
Nach Beenden des Strahlvorganges m√ľssen die verbleibenden Eispellets aus der Maschine entfernt und wieder in den Trockeneisbeh√§lter umgef√ľllt werden.